Kamasi Washington

Das nenne ich mal eine üppige Vorstellung: Mit gleich 3 CDs/LPs und dem Titel „The Epic“ geht Kamasi Washington an den Start. Da will es einer wissen.

 

© Kamasi Washington

Zuerst haben es die Mädels und Jungs bei NPR gemerkt: Da kommt was ganz Interessantes und Großes angeflogen – da machen wir doch gleich mal ein Special!

Das wiederum hat die Truppe bei SpOn gesehen – und Schwupps: Unter dem üblichen Pop-Rock-HipHop-Fuck wird der Saxophonist K. Washington angepriesen – merke: Da kein Musik-Kritiker der jüngeren Generation sich dabei ertappen lassen will, einen Trend verschlafen zu haben, wird lieber herumgeschwurbelt, was das Zeug hält. Der Rezensent liest sich da mehr nach Proseminar I als nach leidenschaftlicher Ahnung von Jazz.

Egal. Jede Aufmerksamkeit für die Nische ist willkommen! Und hier kriegt der Hörer auf jeden Fall ordentlich was für sein Geld: Nicht nur die schlichte Menge (3 Stunden Musik) ist stupend, sondern auch die überaus üppige Produktion. Solisten, ganze Orchesterformationen, Sänger, Chöre + electronic sounds. Und irrwitzige Soli für die Puristenfraktion sind auch dabei, keine Bange. 

Ganz große Leinwand, ganz großes, ja: Kino. Ich bin mir noch nicht sicher, ob es ganz großer Jazz ist, zugegeben. Aber hörenswert allemal!