Katzen

Ich bin eindeutig felidaeophil, d.h.: ich mag Katzen. Ich schätze ihre Unabhängigkeit, ihren eigenen Geist, Sinn. Und ihre Sensibilität.

Wunderbare Geschichte neulich gehört: Eine Besuchskatze sah schlecht aus, wurde von den Besuchten zum Tierarzt gebracht. Dort mäßige Überraschung: die hatten schon 3 andere vorbei gebracht zur Untersuchung. Das Viech hatte sich offenbar in seiner Region einen Fan-Kreis herangezüchtet, der zunächst für Futter, Schlafgelegenheit und Streicheleinheiten sorgte, um dann in letzter Konsequenz sogar für den Tierarzt zu zahlen. Das passt. 

Andere Geschichte: Freund mit Katze hat einen nahen Trauerfall. Was macht die Katze? Entgegen ihrer ansonsten an den Tag gelegten Persönlichkeit, die eher Menschen-misstrauisch bis -feindlich bezeichnet werden darf, schmiegt sich plötzlich an ihren Dosenöffner, dass es eine Art hat. Als ob sie die Trauer ihrer Bezugsperson spürte  – ich bin überzeugt: Sie tut es!

Ihnen fehlt dieses Hündische: Herrchen/Frauchen pfeift/schreit und Hund kommt angehechelt. Da kannst Du bei einer Katze lange warten und/oder schreien – und nix kommt. 

Aber wenn Du schlecht drauf bist, dann kommt sie plötzlich, schmiegt sich an Dich und signalisiert Dir scheinbar: Du dummer Zweibeiner bist nicht allein! Ich spende Dir Trost, Wärme, Nähe und Zuneigung in einem Maß, zu dem Deinesgleichen grad wohl nicht in der Lage sind. Und dafür gibt es Leckerli. Aber Hallo!