Rahsaan

Wenn die Seele Trost braucht: Drogen, Alkohol – oder doch besser der richtige Soundtrack? Manchmal hilft ein Mix. Aber was mir defintiv immer hilft: „Blacknuss“ von ‚Rahsaan‘ Roland Kirk. 

 Der Typ war blind, arbeitete einer Legende nach als Straßenmusiker, als ihn Jazzpapst Joachim-Ernst Behrendt (sowas gab’s mal, lange her) aus dem Hotelzimmerfenster in Chicago entdeckte, runterlief, ansprach – und in der Folge auf diverse Jazzfestivals in Europa lotste. Der Rest ist Geschichte – allerdings bis heute leider nur unter Insidern. Musiker reichen den Namen weiter. Jazzer zumal. Und zurecht!

Er spielte zum Teil mehrere Blasinstrumente gleichzeitig. Zirkus wurde ihm vorgeworfen. Sein Saxophon-Spiel jedenfalls, davon verstehe ich zumindest ansatzweise was, ist einfach großartig und hinreißend!

Und dann ist dann noch diese unglaubliche Magie von dem Kerl, sein Spass an Musik und seinen Instrumenten überträgt sich unmittelbar wie über Glasfaserkabel. Seine Spielfreude ist schlicht hörbar. Und das ist ein Riesenspass zu hören. Immer noch.