Aktuelle CDs

Warum ich die drei Titel in der Seitenleiste* empfehle:

Die Scheibe von Christian Scott hat mich sofort enthusiasmiert! Vom ersten Titel an war ich begeistert. Scott „streched“ den Jazz auf ganz moderne Weise wirklich. Vertraute Genres wie den Mariachi-Sound greift er er erst auf, um ihn dann durch die Mangel zu drehen. Sehr cool UND groovy. Leider ist bei diesen blöden Downloads nie eine gescheite Besetzungsliste dabei, weswegen ich außer Trompeter und Mastermind Scott selbst keinen namentlich loben kann. Selbst auf der eigenen Seite (siehe Linkliste) gibt er die Begleiter nicht an. Das sehe ich wieder: Hätte doch die CD kaufen sollen.

Den Hinweis auf die „Sons of Kemet“ habe ich der jüngsten Ausgabe meiner abonnierten JazzThing entnommen. Die betreffende Rubrik lautete dort wie bei Amazon oder Apple übrigens „Zeitgenössischer Jazz“. Das klingt abschreckend, muss aber gar nicht sein. Denn diese Söhne kombinieren afrikanische Rhythmen mit flottem Spiel auf Saxophon und Konsorten. Wem das nicht in die Beine geht, hat keine mehr.

Noch eine Quelle für Entdeckungen musikalischer Art: Der öffentlich geförderte, aber hauptsächlich durch private Spenden finanzierte US-Hörfunksender NPR (National Public Radio), der auch eine hervorragende Website unterhält (steht auch in meiner Linkliste). Politisch würde ich sie unter „ausgewogen“ einsortieren, was in den USA eher die Ausnahme darstellt.

In der Jazz-Abteilung jedenfalls kuratierten früher Leute wie Dee Dee Bridgewater oder Christian McBride Sendereihen, heute macht das Marian McPartland. Da habe ich schon manchen Fund gemacht. Und die haben gerade dem Trompeter Marquis Hill viel Aufmerksamkeit gewidmet. Zurecht, wie ich sofort zugebe (obwohl ich nicht so der Trumpet-Experte bin). Seine letzte Scheibe „The Poet“ jedenfalls, die ich mir daraufhin besorgt habe, klingt spannend, ohne zu nerven, groovy und cool, ohne dabei blöd zu kommen. Da freue ich mich schon auf Neues!


________________________

* Nein, ich kriege dafür kein Geld, auch keine „Sachspenden“ in Form von Downloads, CDs oder ähnlichem Kram. Die Sachen zahle ich alle selbst, höre sie selbst und lobe sie freiwillig selbst, weil sie mir tatsächlich gefallen.