Charles Lloyd

Sein Sound ist unverwechselbar, jeder Ton mit Hingabe gespielt: Charles Lloyd am Tenorsaxophon ist eine ganz eigene Größe.


DSC00589.jpg

Mike Patzelt, Tenorsaxophon – „Joe’s Garage“ in München am 23. Januar 2016


Für seine Fans, zu denen ich eindeutig zähle, gibt es frohe Kunde: Neuer Stoff ist im Anmarsch! Die neue CD erscheint hier am 5. Februar und wird „I Long To See You“ heißen. Zu hören wird er mit einer Formation namens „The Marvels“ sein, die mir bislang völlig unbekannt war.

Natürlich habe ich sie blind bestellt. 

Warum ich den Musiker Charles Lloyd so verehre, liegt nicht nur daran, dass er so fantastisch spielt, seine Musik so etwas Transzendentes hat und seine Töne impressionistischen Tupfern auf einem Stilleben gleichen. Und es hat nur sehr bedingt etwas damit zu tun, dass ich ihn mal persönlich kennen lernen und sprechen durfte (am Rande seines Auftritts beim Jazz-Festival in Wien vor Jahren).

Was die Persönlichkeit dieses Mannes ausmacht, illustriert sehr schön die Dokumentation „Arrows into Infinity“, die es als DVD und Blu-ray-Disc gibt. Mir versüßt sie grad die Wartezeit auf die neue Scheibe. Und nebenbei habe ich dort Dinge von meinem Idol erfahren, die ich noch gar nicht wusste (andere dagegen kenne ich, obwohl sie nicht darin vorkommen, was wiederum an der in der Dokumentation vorkommenden Dorothy Darr liegt, der Frau an des Maestros Seite – Fan-Mails beantwortet sie schon mal selbst): Dass Charles Lloyd und Ornette Coleman dicke und alte Freunde sind zum Beispiel – keine Ahnung! Wüßte auch nicht, dass die mal zusammen auf einer Bühne… aber die Erklärung für die spezielle Verbindung zwischen den beiden Ausnahmekönnern lohnt fast allein die Anschaffung der DVD!

Darüber hinaus gehört Lloyd wohl zu den Menschen, die desto mehr geliebt werden, je näher man sie kennen lernt. Diese Dokumentation ist eine gute Gelegenheit, Charles Lloyd näher zu kommen.