Diskussionsverweigerung

Da hilft kein Reden mehr. Mit Pegida-, AfD-  & sonstigen Spinnern faschistoider Couleur diskutiere ich nicht! Schon gar nicht konsensorientiert. Ich will das gern begründen.

Was sollen Argumente nützen gegenüber einem festgefügten, geschlossenen Weltbild in pseudowissenschaftlichem Hemdchen, welches wiederum durch „selbst tragende Beweisführungen“ zusammengehalten wird? Vergebliche Liebesmüh.

Zudem ist schon ermüdend genug, die Forenbeiträge lesen zu müssen, die solche Menschen (ja, es sind Menschen) überall und immer gleich hinterlassen. Habe schon Nackenschmerzen vom vielen Kopfschütteln. 

  • Patrioten wollen diejenigen sein. Allerdings sprechen Verfassung- und Demokratiefeindlichkeit schwer dagegen. Wenn man wie ich als Deutschland ein modernes, aufgeklärtes Land meint mit festen Grundsätzen, was insbesondere die Einhaltung der Menschenrechte und ein ordentliches Maß an Humanität betrifft. 


  • Die Begriffe Querdenker, Skeptiker oder Bürger, anständiger/aufrechter habe ich mir vorübergehend selbst verboten – zu oft sind sie von denjenigen missbraucht und vergewaltigt worden. Und mit denjenigen will ich mich nicht gemein machen, noch nicht mal durch den Gebrauch des selben Vokabulars.


Nur manchmal ist es amüsant. Nämlich dann, wenn ihr Geschurbel unabsichtlich Wahrheit offenbart, wie kürzlich bei der Suada von Herrn Höcke. Habe mir anläßlich dessen ein paar Fotos angesehen im Netz, auf denen er gut zu sehen ist. Viel „ernster Gesichtsausdruck“, aber auch einige, auf denen er wie erleuchtet wirkt. Den restlichen Eindruck verkneife ich mir nur aus Gründen meiner sattsam bekannten, natürlichen Höflichkeit.

Der Mann wähnt sich im Besitz einer grrroooßen Errrrkenntnis. Der nicht genug zu preisende Artikel von Volker Zastrow zeigt überdies wunderbar geschrieben auf, wo das herkommt, aus welchen Quellen sich Höckes vermeintliche Weisheiten speisen. 

  • Wenn man den kruden Kern zusammenfassen muss, läuft es auf folgendes hinaus: Europäer machen wenig Kinder und haben verhältnismäßig wenig Sex sowohl aus genetischen als auch „kulturgeschichtlichen“ (welche das sein sollen, schwebt nur zwischen den Zeilen) Gründen. „Negroide“ seien dagegen sexuell aktiver und machen ganz viel Kinder. Und das läge in ihren Genen. Asiaten das genaue Gegenteil, sind dafür genetisch die Klügsten, ätsch. Die Europäer – Mittelmaß.


  • Und da ist sie wieder, die Urangst derjenigen, vor allem der männlichen derjenigen: Der Angst vor der Potenz des schwarzen Mannes. Bei Herrn Sarazin waren es die gebärfreudigen „Kopftuchmädchen“, die Angstreflexe auslösten. Sie sind Verwandte im Geiste, denn dahinter steckt, wie der Psychologe schlußfolgern würde: Penisneid und, wahrscheinlich, Potenzprobleme sowie schwere Minderwertigkeitskomplexe wegen, äh, Kinder bitte JETZT NICHT WEITERLESEN! ihrer Penisgröße. Jetzt ist es gesagt und gut.


  • Der Emanzipation wegen dürfen heute Gottseidank auch Frauen Mist reden und tun es auch: Frau Durchlaucht derer von Thurn und Taxis glänzte in einer TV-Sendung einst mit der Erkenntnis, dass „der Neger halt gern schnackselt“, was Bayerisch ist und ebenfalls steht für: Schwarze vögeln unheimlich rum. Das klingt vielleicht gemütlich, aber es müffelt schon etwas, halten zu Gnaden Frau Fürstin!


  • Besagte Fürstin sollte als Adlige allerdings wissen, wohin es führt, wenn ein begrenzter Personenkreis über Jahrhunderte unter sich bleibt: Inzucht mit den Folgen der Degeneration. An deren Ende sahen manche ihrem Ross ähnlicher als dem nächsten Reiter. Krankheiten aller Art verbreiteten sich endemisch über Generationen hinweg. Das kann einem übrigens jeder Pferdezüchter bestätigen.


  • Wenn Herr Höcke recht hätte, stünde genetisch betrachtet, seine Art über kurz oder lang vor dem Exitus: Kleiner Dings und mickrige Cojones, unablässig bedrängt, ja überrollt und bedroht von wahlweise kleinen Türken und Türkinnen oder Schwarzen mit riesen Dings. Oder beiden. Oder allen. Manche zählen dazu: Alle Fremden. Es gibt auch den geschmäklerischen Rassismus, die nehmen nicht jeden. Das kommt wohl auch auf den meist sehr traurigen Landstrich an, dem diejenigen entstammen.


  • Dabei ist dies nur eine weitere Katastrophe für diejenigen, die ja überall nur Katastrophen sehen, gern gepaart mit einer ordentlichen Portion Weltverschwörung. Zu den geschlossenen Weltbildern gehört einfach eine saftige Verschwörungstheorie, die möglichst global drohen sollte, damit es richtig funzt. Die Konkurrenz ist da gnadenlos. Die dahinter sichtbar werdenden Ängste sind dagegen die immer Gleichen:


  • Angst vor der Zukunft, vor Veränderung. 


  • Und die Grundüberzeugung der Fremdbestimmung durch dunkle Mächte, die sich gegen am besten 
  1. die ganze Menschheit, 
  2. auf jeden Fall die grade bevorzugten Rasse sowie
  3.  die Deutschen im Speziellen und Besonderen richtet. 


Das ist bei denjenigen Konsens, gewissermaßen der Katechismus, das Glaubensbekenntnis. 


  • Varianten gibt es, was die dunklen Mächte betrifft. In der ewigen Hitliste führen derzeit die US-Amerikaner in Gestalt eines diffusen Konglomerats aus Geheimdiensten und Wirtschaftsbossen. Gerne im Osten beheimatet, aber auch zunehmend in den alten Bundesländern zu beobachten. Bei den Nazis Ausländer überhaupt. Und die Seniorengruppe liebt immer noch das „Weltjudentum“; diejenigen haben nichts gelernt aus der Geschichte, die jungen Diejenigen wissen oft gar nicht genau, was das ist. Eher zu den Splittergruppen zählen Aliens, grüne  Männchen und deren Strahlenwaffen. 


Das müsste es gewesen sein in der Hauptsache. Gute Gründe, finde ich, mit eben denjenigen keine Diskussionen zu führen.

Sollte ein Leser oder eine Leserin über diesen Text total empört sein, sei dem- oder derjenigen gesagt: Das wird man doch wohl noch sagen dürfen!

;-)