Food-Blogging

Erstens: Ich bin kein Food-Blogger. Und, ehrlich gesagt, die entsprechenden Fotos kommen bei mir als Food-Porn an. Ich hasse schon Fotos in Koch-Büchern (so sollen die Gerichte „aussehen“? Warum? Schmecken muss es!)! 

Also hier aus gutem Grund kein Foto zum Thema Essen in der modernen Zeit. Wobei ich gerne gegessen habe, als ich es noch tat. Momentan Zuwenig – und das ist ein Problem.

Ich kann noch heute aus dem Gedächtnis sagen, welche Speisefolge wir in dem kleinen Zweisterne-Restaurant in LeHavre hatten – und jeder einzelne war ein Knallerauftritt, kulinarisch und natürlich optisch. Dennoch wäre ich nie auf die Idee gekommen, das zu fotografieren – bei aller Dokumentierwut des Lebens. Denn das tatsächliche Erlebnis liegt doch auf der Zunge!

Heute kann ich meiner Zunge nicht mehr sicher sein. Der Geschmack hat mich verlassen, der Appetit. Schrecklich.

Außer Steak geht bislang nix. Sogar die selbstgemachte Pizza – normalerweise eine sichere Bank – hat nicht funktioniert. Italienische Pasta, Königinpastete mit Ragout fin: Eine Enttäuschung.  

Einzig Schärfe bringt Leben in den Appetit -Apparat, wenn auch zu wenig. Also Chili, Paprika, Tabasaco und sonstige Scharfmacher wie Wasabi ins Feld geworfen; aber der Trick funktioniert auch nur begrenzt – da will sich jemand partout nicht austricksen lassen! Und da ist der Appetit, der Geschmack. Ob da Schuhbeck & Co. weiterhelfen könnten, theoretisch – und praktisch? Mal nachdenken ...