JC at Unterfahrt

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James Carter (l.) am Tenorsaxophon und Gerard Gibbs an der Hammond B3


James Carter war naturgemäß ein Ereignis in der Unterfahrt gestern Abend! Mit seinem Organ Trio – Gerard Gibbs an der Hammond B3-Orgel und Drummer Alex White – brachte er die klimatisierte Temperatur rasant nach oben. Der Multi-Saxophonist (diesmal Sopran-, Alt- und Tenorsax) stellt so etwas wie die personifizierte olympische Goldmedaille plus Champions League im Fach Saxophon dar. Und er zeigt, Gottseidank, gern, was er drauf hat. Wer sich je an diesen Instrumenten versucht hat, dem bleibt der Mund vor Staunen genau so offen wie den unbelasteten Zuhörern.

So hält er einen Ton dank Zirulartechnik Minuten lang – und wirkt dabei so cool, als wollte er sagen: „Ich könnte das noch Stunden lang machen …“ 

Es klingt wie Jazz auf Speed. Diese Geschwindigkeit! Sechzehntel sind das nicht mehr, das klingt schon nach Zweiunddreißigstel. Wusste gar nicht, dass sowas auf einem Holzblasinstrument möglich ist.

Keyboarder Gibbs macht ebenfalls richtig Laune mit seinem Spiel. Großartiges Konzert! Punkt.