„The Grand Tour", Start der 2. Staffel

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Die good old boys Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May sind wieder da, Gottseidank. Für Fans der Unterhaltung mit britischem Humor immer ein freudiges Wiedersehen.

Ihre Nachahmer sind zahllos – und verfehlen die Originale allesamt um Lichtjahre. Dieser lässige Mix aus Anarchie und Respektlosigkeit allem gegenüber (einzige Ausnahmen: Der Jaguar E-Type und britischer Linksverkehr), wirklich allem, macht sie so einzigartig. Und da sie bei sich selber anfangen, ist das so herrlich entspannt und britisch selbstironisch, dass eigentlich keiner meckern dürfte. 

Aber, nun ja, es gibt Kritiker. Es kennt sie nur keiner.

Die BBC-TV-Serie „Top Gear“ war unter ihrer Ur-Besetzung ein zuverlässiger Verkaufsgarant über Jahrzehnte hinweg. 

Inzwischen leistet sich das Spektakel als Serie Amazon Prime Video als Produzent. Die 2. Staffel ist am Freitag mit der ersten Folge gestartet.

Die schlechte Nachricht zuerst: Sie haben meine Lieblingsrubrik gekillt! Der "Celebrity-Brain-Crash" gehörte zu den genialsten TV-Ideen der vergangenen Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte: Jeder eingeladene Prominente wurde auf dem Weg ins Studiozelt umgebracht. Jedes Mal auf andere Art. Wunderbar! Kein PR-Geschwätz mehr für die neue Platte, das Buch oder den Film. Er oder sie waren da – und kamen dennoch nicht, leider nein, James. Vielleicht sind ihnen auch die Todesarten ausgegangen. Schade jedenfalls …

Jetzt fahren die Promis um die Wette im Kreis, innovationsmäßig ist das ein Rückschritt. Aber es gab vielleicht viele Anfragen – oder Ansagen à la „sonst kommen wir nicht!“ Bedauerlich, aber verkraftbar.

Den Unfall übrigens, der Richard Hammond ins Krankenhaus brachte, wird ebenso peinlich wie akribisch genau dokumentiert – zum Nachteil des armen Urhebers. Womit sich der Kreis schließt, und der Fan weiß: Alles wie gehabt, großartig und lustig. Und tolle Autos gibt es auch wieder...